Die Benutzeroberfläche von Vivaldi mit Stylesheet verändern

Nachdem man ab Vivaldi 3.1 die Menüs nach eigenen Wünschen in den Einstellungen verstellen kann, will ich hier die Möglichkeit vorstellen, wie man ganz einfach über eigene erstellte Stylesheets die Benutzeroberfläche verändern kann.

Zum Beispiel können Schrift, die Farben der Benutzeroberfläche bzw. Teile davon angepasst werden, genauso wie Lesezeichen oder die Navigation der Startseite.
Einzige Voraussetzung sind Kenntnisse über Cascading Style Sheets (CSS)[1] [2] [3].

Wie findet man die Sachen die man verändern will?

Als erstes sollte der der spezielle Debugger aktiviert werden, damit man die UI von Vivaldi untersuchen kann.

Dies geschieht über den Aufruf von chrome://flags/#debug-packed-apps und der Aktivierung (Enable) von „Debugging for packed apps“, anschließend wird Vivaldi neu gestartet.

Bei Rechtsklick irgendwo in Vivaldi erscheint ein Kontextmenü mit der Option „Untersuchen“, damit wird der Debugger gestartet. Im Debugger wird links oben auf das Pfeil-Symbol geklickt womit man das gewünschte Element untersuchen kann.

Das Ergebnis des Stylesheets wird in eine leere Textdatei unter einen beliebigen Namen mit der Endung .css abgespeichert (z.B.: Vivaldi-Style.css).

Wohin mit der Datei?

Anfangs musste man die Angaben über die common.css im Programmverzeichnis von Vivaldi schreiben, der Nachteil war, dass bei einem Update die Angaben wieder weg waren.

Eine viel bessere Möglichkeit hat sich erst später ergeben:

Zuerst wird vivaldi://experiments aufgerufen und [×] Allow for using CSS modifications aktiviert
Dann in den Vivaldi-Einstellungen → Darstellung gehen und runter zu Benutzerdefinierte Änderungen der Benutzeroberfläche.

Dort befindet sich eine Option um einen Ordner für benutzerdefinierte Vivaldi-Stylesheets auszuwählen. Wählt den Ordner aus wo sich das erstellte Stylesheet befinden soll und kopiert die *.css-Datei in diesen hinein. Anschließend startet Vivaldi neu.

Will man später einen anderen Ort für die CSS-Dateien haben, die Option für die Ordnerauswahl ist aber nicht mehr sichtbar (geschieht spätestens nach dem ersten Vivaldi-Neustart), muss wegen eines Bugs Allow for using CSS modifications deaktiviert, wieder aktiviert und dann die Einstellungsseite erneut geöffnet werden.

Ein Beispiel für ein solches Stylesheet:

/* Schmälere Navigation auf der Startseite */
.startpage .startpage-navigation {min-height: auto !important;}

/* Hover-Effekt bei der Navigation auf der Startseite */
.startpage nav .startpage-navigation-group button.active:hover {border-color: var(--colorHighlightBg) !important;}
.startpage nav .startpage-navigation-group button:hover {border-color: #f00 !important;}


XFCE: xfce4-panel startet nicht

Warum auch immer, (Hitzebedingt, Schluckauf, Streik) selten aber doch kommt es vor, dass entweder das Panel unter XFCE verschwindet oder nach den Anmelden einfach nicht startet.

Es gibt ja einige Tips im Umlauf, bis hin zum löschen des Ordners ~/.config/xfce4 was aber das löschen sämtlicher Einstellungen die Folge hat.

Eine sichere Methode das Panel dauerhaft wieder zu bekommen geht so:
Das Panel startet man im Terminal mit xfce4-panel &
Dann sicherstellen, dass die aktuelle Sitzung automatisch vor dem Abmelden gespeichert wird.
Einstellungen → Sitzung und Startverhalten

Hilft das nach Ab- und Anmelden auch nicht, dann wird eine neue Sitzung erstellt.
Einstellungen → Sitzung und Startverhalten → [×] Sitzungsauswahl beim Starten anzeigen

Nach Ab- und anschließenden Anmelden steht nun der Dialog Sitzungsauswahl zur Verfügung inklusive der Möglichkeit eine neue zu erstellen:
Neue Sitzung → Name eingeben → Doppelklick darauf

Wenn alles geklappt hat, kann man die Sitzungsauswahl wieder deaktivieren.

Es könnte durchaus sein, dass die Sessions-Datei in ~/.cache/sessions/xfce4-session-* korrupt ist und deshalb nicht mehr richtig funktioniert. Mit der neuen Sitzung wird ein neuer Abschnitt [Session: blablah] innerhalb dieser Datei erstellt.

DNS-Server | Nameserver unter Debian GNU/Linux ändern

Ich installierte vor kurzem Siduction, und musste feststellen, dass der integrierte NetworkManager meine eingegebenen DNS-Server zwar speichert, das System aber nicht übernimmt.
Einen Hinweis habe ich gefunden, dass die Datei /etc/resolv.conf kein Sym-Link ist wie früher, sondern eine allein stehende Datei, welche bei jedem Neustart sämtliche manuell durchgeführten Änderung zurücksetzt.

Um es kurz zu machen wie ich es gelöst habe, folgendes:
Die Datei /etc/dhcp/dhclient.conf als root öffnen und folgende Zeile ändern:
Von
#prepend domain-name-servers 127.0.0.1;
zu
prepend domain-name-servers 1.1.1.1, 8.8.8.8, 8.8.4.4;
anschließend speichern und den Rechner neu starten.

Zur Kontrolle /etc/resolv.conf ansehen ob die gewünschten Nameserver oberhalb der Standard-Einträge stehen.

Beispiel von zwei öffentliche DNS-Server:

Google Cloudflare
8.8.8.8
8.8.4.4
1.1.1.1

Pepper Flash-Plugin unter Linux

Nachdem bei Debian-Distributionen das bewährte update-pepperflashplugin-nonfree --install nicht mehr funktioniert und bei anderen Linux-Anwendern immer mehr Probleme auftauchten, hat Ruari ein Script geschrieben, welches das PPAPI-Plugin direkt von adobe.com herunterlädt und nach /opt/google/chrome/PepperFlash installiert.

Man sollte aber das Paket pepperflashplugin-nonfree purgen, da Vivaldi sonst zwei PPAPI-Plugins zur Auswahl hat und eines davon die ältere sein wird.

 

Zum Script:

https://gist.github.com/ruario/215c365facfe8d3c5071

Mausbuttonbelegung unter Debian/Linux

Nachdem meine Logitech M560 zwei Daumentasten auf der linken Seite und ein kippbares Mausrad hat, habe ich sie früher über xinput belegt:

xinput set-button-map "Logitech Wireless Mouse M560" 1 2 3 4 5 8 9 10 11 2 2 2>/dev/null

Nun probierte ich es mal über xbindkeys und diese Version funktioniert noch besser, da die gewünschten Buttons auch in Programmen gehen die mit xinput nicht gingen.

Folgendes muss man installieren:

apt-get install xbindkeys xautomation

Über xev|grep button werden die Buttonnummern notiert.

Anschließend wird eine Konfigurationsdatei in ~/.xbindkeysrc erstellt.

xbindkeys -d > ~/.xbindkeysrc

Informationen über diverse Belegungen, gibt es über man xte

Der Inhalt meiner .xbindkeysrc in der sieht folgendermaßen aus:

# Buttonbelegung
#################
# Logitech M560 #
#################
#
# Mausrad links gekippt
# zurück
"xte 'keydown Alt_L' 'key Left' 'keyup Alt_L'"
b:6

# Mausrad rechts gekippt
# vorwärts
"xte 'keydown Alt_L' 'key Right' 'keyup Alt_L'"
b:7 + Release

# 2 linke Daumentasten: Klick auf Link = neuer Tab
# vorne
"xte 'keydown Control_L' 'mouseclick 2' 'keyup Control_L'"
b:10 + Release
# hinten
"xte 'keydown Control_L' 'mouseclick 2' 'keyup Control_L'"
b:11 + Release
####################################
# Ende Logitech M560 Konfiguration #
####################################

Nun noch die Autostartdatei erstellen:

[Desktop Entry]
Name=xbindkeys für Logitech Maus
GenericName=xbindkeys
Comment=xbindkeys beim Login starten
Exec=/usr/bin/xbindkeys
Terminal=false
Type=Application
Hidden=false

Als xbindkeys.desktop in ~/.config/autostart/xbindkeys.desktop abspeichern, Abmelden und neu anmelden.

Falls das niemanden interessiert, macht nichts, das ist sowieso für mich damit ich es nicht vergesse. 😀

Standalone Vivaldi Browser für Linux

Da es von Vivaldi außer die Snapshots auch die Technical Previews gibt – und später einmal die Final-Versionen, möchte man doch die Version separat installieren um diese zu testen.

Da es für Linux keine einfache Möglichkeit gibt, hat  ruario – früher bei Opera nun bei Vivaldi angestellt – ein Script geschrieben. Das Script entpackt die vorher heruntergeladene vivaldi*.rpm/*.deb Datei und macht daraus eine ausführbare Standalone-Version mit Startscript.

Da nicht installiert werden muss, kann man den ganzen Order später wieder löschen.

Unpacks a Vivaldi browser rpm package into a version named directory and creates a startup script that will cause it to save its profile within this directory (Useful for testing).

Und wer den Standalone Vivaldi über ein Menü starten möchte, braucht nur eine entsprechende ~/.local/share/applications/vivaldi-standalone.desktop erstellen.

[Desktop Entry]
Version=1.0
Name=Vivaldi Standalone
GenericName=Web Browser
Exec=~/vivaldi-standalone/run
Terminal=false
Icon=vivaldi
Type=Application
Categories=Network;WebBrowser;
MimeType=text/html;text/xml;application/xhtml_xml;image/webp;x-scheme-handler/http;x-scheme-handler/https;x-scheme-handler/ftp;

Kindle für PC unter Linux

Um die von Amazon erworbene eBooks auf den PC zu bekommen, habe ich unter wine »Kindle für PC« installiert.

Das Problem ist, dass beim Download der eBooks, das »kindle«-Protokoll verwendet wird um die Bücher direkt in die Kindle-App zu integrieren.

Die Vorgehensweise auf Amazon war folgende:

  1. Download des Buches zu »Kindle für PC«
  2. Es öffnet sich der Browser-Dialog mit der Abfrage: xdg-open starten
  3. Durch das nicht registrierte kindle-Protokoll kommt es zu einer Fehlermeldung dass der Browser die URL nicht öffnen konnte.

 

Lösung: Eine kindle.desktop-Datei erstellen mit dem »Kindle für PC« unter wine gestartet wird und das zu registrierende »kindle«-Protokoll auf eben dieses Programm verweisen.

Die kindle.desktop wird in ~/.local/share/applications/kindle.desktop hinterlegt und hat in etwa folgenden Inhalt:

[Desktop Entry]
Version=1.0
Type=Application
Exec=wine32 "/home/USER/.wine/drive_c/Programme/Amazon/Kindle/Kindle.exe"
Icon=/home/USER/.local/share/applications/icons/kindle.png
StartupNotify=true Terminal=false
Name=Kindle für PC

Die Zeile Icon ist optional. Icons gibt es z.B. auf http://imgarcade.com/1/kindle-icon-png/

Im Terminal wird nun der neue MIME-Type der Datei kindle.desktop zugewiesen:

$ xdg-mime default kindle.desktop x-scheme-handler/kindle

Zum testen auf Amazon eine Leseprobe an »Kindle für PC« senden lassen.

Quelle: https://wiki.archlinux.org/index.php/xdg-open

Getestet unter aptosid/XCFE mit Vivaldi, Opera 27 und Firefox.

 

PS: Amazon hat auf der Downloadseite von Kindle für PC eine üble Browserweiche eingebaut womit Linux-Anwender zur Zeit nicht an die Kindle-App für Windows kommen.

Daher hier einen Direktdownload von Amazon.

Opera, Chrome, Firefox – Extensions

Da ich aktuell noch Opera 12.16 verwende, weil unter Linux keine neue stabile Linux-Version von diesem Browser in Sicht ist, dachte ich mir, es wird an der Zeit sich die Alternativen Chromium und Firefox etwas genauer anzusehen.

Da aus meiner Sicht – als Opera-Anwender – diese Browser „nackt“ etwas gewöhnungsbedürftig sind, habe ich einige Extensionen ausprobiert und getestet. In unterstehenden Liste steht jeweils die Grundfunktion der Extensionen und dann der Name samt Link. Opera in der Liste steht hierbei für Opera Blink – also die neue Generation.

Opera 15+ Chromium Firefox
Werbefilter
AdBlock AdBlock Adblock Edge
Mausgesten
integriert Smooth Gestures All-in-One Gestures
RSS Feedreader
Smart RSS und
RSS Detector
The RSS Aggregator als Lesezeichen integriert
Speed Dial, Schnellwahl
integriert Foxtab Speed Dial Speed Dial [FVD]
UserScripte anwenden
Tampermonkey Tampermonkey Scriptish oder
Greasemonkey
Multi Suche im Kontextmenü
integriert Multi Search  Add to Search Bar 

 

Ihr könnt natürlich Vorschläge machen wenn etwas besseres gibt. Aber da es massenweise Extensionen gibt, sollte sich die Liste auf das wesentliche – auf die Bedienbarkeit als Opera-Anwender – beschränken.

Karsten Mehrhoff ist verstorben

Karsten Mehrhoff

Als einer derjenigen die ihn auf den langjährigen Forums-Weg begleitet haben, muss ich euch leider mitteilen, dass Karsten Mehrhoff in der Silvesternacht 2013/2014 unerwartet im Alter von 54 Jahren von uns gegangen ist.

Viele von uns haben ihn auf seinem Weg den Opera Browser anderen Benutzern besser zugänglich zu machen begleitet.

Angefangen hat Karsten mit seinen Übersetzungen am Opera Browser, 2003 gründete er das Karstens Opera Forum (KOF) welches ein Jahr später leider gehackt wurde. Aber schon nach einer Woche hatte Karsten nicht nur ein neues Forum aus dem Boden gestampft, sondern auch unter der neuen Domain opera-info.de veröffentlicht.

Sein privat betriebenes Opera Forum wurde zum größten deutschsprachigen Forum rund um den Opera Browser und er hat dieses bis zu seinem Tod mit viel Herzblut betrieben.

Wir alle sind tief betroffen und drücken an dieser Stelle unser aufrichtiges Beileid an seine Angehörigen aus.

Ich habe Karsten knapp 9 Jahre auf seinen Opera-Weg begleiten dürfen und werde ihn immer in Erinnerung behalten.

Du bist zu früh von uns gegangen, sein Forum geht mit ihm.
Danke für alles Karsten, ich vermisse dich.

Gratis Spiele für ScummVM

Inzwischen lese ich öfters wo man Spiele für ScummVM kostenlos und vor allem legal bekommen kann.

Sehr zur Freude etlicher Anhänger von Retrospielen, haben sich einige Spielentwickler und -herausgeber entschlossen, Spiele als Freeware freizugeben. ScummVM unterstützt alle Spiele die in der unteren Liste aufgeführt sind.

Außerdem unterstützt ScummVM noch zahlreiche SCI Fan-Adventures.

 

Folgende von ScummVM unterstützte Freeware Spiele gibt es:

Auf scummvm.org:
Beneath a Steel Sky 1994 | Revolution Software
Drascula: The Vampire Strikes Back 1996 | Alcachofa Soft
Dreamweb 1994 | Creative Reality
Flight of the Amazon Queen 1995 | Interactive Binary Illusions
Lure of the Temptress 1992 | Revolution Software
Sołtys 1995 | LK Avalon
Auf www.ucw.cz:
Dragon History 1995 | NoSense
Auf www.gog.com:
Teen Agent 1995 | Metropolis Software
Vivaldi